Melliador Werkstattbericht 6 – Zaubertänzerinnen

Die Kreativität hat bei unserem Regeldesigner (und Redakteur) Simon Würth voll zugeschlagen und er hat eine Klasse umgesetzt die eigentlich erst ins Kompendium kommt. Grund genug, ein paar Worte über die Zaubertänzer und Zaubertänzerinnen zu verlieren :).

Zaubertänzerinnen sind etwas sehr Aventurisches, deshalb haben wir uns auf die Umsetzung besonders gefreut. Sie sind Charaktere, bei denen die Magie im Vordergrund steht, sind aber (zumeist) keine Spruchzauberer. Eine andere Kernfantasie für sie ist eine hohe Beweglichkeit, aber sie sind keine waffenlosen Schläger. Uns war schnell klar, dass wir für die Zaubertänzerinnen etwas Neues, Eigenes machen wollen. Deshalb haben wir eine Klasse geschaffen, die auf den magischen Tänzen basiert.

Wenig überraschend sind Charisma und Geschicklichkeit die wichtigsten Attribute für die magischen Tänzerinnen. Mit Expertise in der Fertigkeit Akrobatik oder Auftreten bilden wir ihre besondere Stärke in diesem Bereich ab.

Um die Beweglichkeit der Tänzerinnen zu zeigen, haben sie eine erhöhte Bewegungsrate, es ist schwerer, sie mit Gelegenheitsangriffen zu treffen, und sie sind besonders gut darin, Zuständen zu entgehen, die ihre Bewegung einschränken würden. 

DSA kennt eine Vielzahl magischer Tänze mit sehr unterschiedlichen Wirkungsgraden und Anwendungen, diese wollen wir übersetzen und erweitern. Manche Übersetzungen sind dabei recht eng, andere wurden etwas weiter gefasst, um sie im neuen Regelwerk sinnvoll umzusetzen. Und natürlich haben wir auch einige neue Tänze im Angebot.

Ihr lernt auf Stufe 1 eine Handvoll Tänze und bekommt über die Stufen regelmäßig neue aus einer wachsenden Liste dazu.

Die Tänze lassen sich in drei mechanische Gruppen trennen: 

  • Schnelle Tänze könnt ihr in Actionszenen und im Kampf nutzen.
  • Langsame Tänze dauern eine Weile und haben eine längere Wirkung. Diese sind für ruhigere Szenen gedacht.
  • Rituelle Tänze haben eine sehr lange Wirkung und können nur in Ruhe, während einer kurzen oder langen Rast durchgeführt werden.

Allen Tänzen ist gemein, dass ihr euch für sie bewegen können müsst und eure Ziele euch beim Tanzen sehen müssen. Außerdem müsst ihr die präzisen Schrittfolgen aufrechterhalten können, auch wenn ihr zum Beispiel durch Angriffe gestört werdet. Natürlich könnt ihr auch keine zwei Tänze gleichzeitig tanzen. Die letzten beiden Punkte funktionieren mechanisch ähnlich wie die Konzentration auf Zauber. Rettungswürfe, um den Tanz zu erhalten, werden aber mit Geschicklichkeit gewürfelt.  

Insgesamt liegt die Stärke der Tänzerinnen im Beeinflussen von Personen und dem Unterstützen ihrer Kameraden. So könnt ihr eure Aktion oder den Anfang eines Tanzes nutzen, um einen Feind zu faszinieren und an Ort und Stelle zu halten, während eure Tänze die Fertigkeiten oder Angriffskraft eurer Gefährten stärken.

Natürlich könnt ihr mit einigen wenigen Tänzen oder mit Fähigkeiten eurer Unterklassen auch Schaden verursachen. Das ist aber nicht der Fokus dieser Klasse.

Ihr könnt mit den schnellen Tänzen im Kampf unterstützen. Der Tanz der Heilung hält eure Verbündeten am Leben, mit dem Tanz der Angriffslust könnt ihr ihre Angriffe verbessern und mit dem Tanz des Feuers könnt ihr Feinde, die euch zu nahe kommen, entzünden.

Bei den langsamen Tänzen könnt ihr mit dem Tanz der Träume die Träume eurer Zuschauer beeinflussen. Mit dem Tanz des Handels könnt ihr die Überredungskünste eurer Freunde stärken oder die Aufmerksamkeit ihrer Gegenüber schwächen. Der Tanz des Fluches erlaubt euch, die Fertigkeiten eurer Feinde zu schwächen.  

Rituelle Tänze sind zum Beispiel der Tanz der leichten Füße, der eure Verbündeten schneller laufen lässt, der Tanz der Vorbereitung stärkt zwei Fertigkeiten eurer Verbündeten und der Tanz der magischen Gemeinschaft kann ihnen Zauberplätze zurückgeben.

Bei den Subklassen haben wir uns gegen eine Umsetzung der kulturellen Varianten entschieden, da wir den mechanischen Spielstil nicht fest an eine Kultur binden wollen. Wir haben uns stattdessen für eine Unterscheidung nach Requisiten entschieden.

  • Schleiertänzerinnen nutzen ihre Magie zum Verschleiern und Enthüllen. Sie nutzen hellseherische Fähigkeiten und Heimlichkeit.
  • Fächertänzer sind die Spruchzauberer unter den Tänzern. Sie haben gelernt, ihre Tänze mit der klassischeren Ausprägung der Magie zu kombinieren.
  • Klingentänzerinnen bauen Waffen in ihre Tänze ein. Sie sind gewandte Nahkämpferinnen, die physische Angriffe mit ihren magischen Fähigkeiten kombinieren.
  • Schellentänzer nutzen den rhythmischen Klang ihrer Instrumente, um ihre Magie zu verstärken. Sie können sogar Zuschauer in ihren hypnotischen Bann ziehen, die sie nur hören können.

Wir hoffen, ihr seid schon gespannt darauf, die Zaubertänzerinnen auszutesten.

Euer Melliador-Team!